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Gebet

Monatsspruch



November

Gott spricht: Sie werden weinend kommen, aber ich will sie trösten und leiten.
Jer 31,9

Angedacht
„Siehe Dein König kommt zu Dir, ein Gerechter und ein Helfer” (Sacharja 9,9b)

„Advent und Weihnachten wird dieses Jahr komplett anders” -
Ein etwas anderer Blick über den Tellerrand aus dem Jahr 2009

„Advent und Weihnachten wird dieses Jahr komplett anders” - so dachten wir im Jahr 2009 und schauten uns fragend an. Vor uns stand ein Sack mit einem künstlichen Weihnachtsbaum, der bereits in die Jahre gekommen war, und eine Kiste mit Weihnachtsschmuck, die vorher nicht unsere war. Beides „Erbstücke” von einer Missionarsfamilie, die ein Jahr zuvor zurück nach Deutschland gegangen ist. Und nun standen wir in Äthiopien kurz vor der Advents- und Weihnachtszeit - und das in einer fremden Welt, wo es das Gewohnte an Weihnachten oder Advent erst einmal nicht gibt:

Keine Weihnachtsmärkte, kein äußerer Weihnachtsschmuck auf Straßen oder an Supermärkten, keine Weihnachtsbuden, keine Krapfen, kein Glühwein, kein ...

Die Menschen gingen äußerlich einfach ihrem gewohnten Alltag nach; und für unsere Weihnachtstage musste Dirk extra Urlaub nehmen, denn die eher christlich-orthodoxen Äthiopier feierten Weihnachten erst am 07. Januar. Und das auch wieder ganz anders als wir: ein sehr früher Kirchenbesuch, danach Schlachten von Huhn oder Schaf (da das Ende der Fastenzeit) und dann ein großes Essen und Kaffeezeremonie - dank der Frauen, die diesen Tag eigentlich nur an den Kochtöpfen und am Feuer verbrachten.

Advent und Weihnachten - also komplett anders! Das warf uns zurück zur Frage: Wie wollten wir diese Zeit füllen - wenn sie äußerlich erst einmal leer und ungefüllt scheint?

Wie wollten wir als junge Familie in dieser fremden Welt diese besondere Zeit begehen - gerade dann, wenn unsere eigenen Familien nicht mit uns feiern können? Wie wollten wir als eher gesellige Menschen das Weihnachtsfest begehen?
Was macht Advent und das Kommen Jesu eigentlich aus? Was bedeutet für uns persönlich „Siehe Dein König kommt zu Dir ...”?

Wir öffneten die Kiste mit dem „geerbten” Weihnachtsschmuck, und erfreuten uns an Dingen, die wir uns so vielleicht nie gekauft oder hingehangen hätten. Aber da, wo alles Äußere leergefegt war, erfreute uns gar ein krummer Stern aus Pfeifenreiniger-Draht. Und ein echter Strohstern weckte Jubeltöne. Wo die Äußerlichkeiten, das äußerlich Sichtbare, an Weihnachten auf Straßen und Plätzen weg waren, wurden uns Advent und Weihnachten innerlich zu einer besonderen Zeit - und zu einer Zeit, wo wir die Türen für andere öffneten. Gleichzeitig konnten wir ganz besondere Schätze neu entdecken und sie über die sechs Jahre lieb gewinnen:

Pakete von unseren Familien, die dank der unzuverlässigen Postzustellung zwischen Ende November und Anfang Januar ankamen - und jedes Mal schon für sich eine kleine Weihnachtsfreude waren. Oder der Weihnachtsrundbrief unseres Missionswerkes (CFI), für den alle Mitarbeiter einen kreativen Gruß oder Impuls beigetragen haben. Oder das jährliche Auspacken des künstlichen Weihnachtsbaumes, dessen Lichterglanz so viele erfreut hat - und den wir am Ende so lieb gewonnen hatten, dass wir ihn sogar mit nach Deutschland nahmen (wo er jedoch nach dem ersten Einsatz seine „Nadeln” verlor :-) ).

Oder die vielfältigen Weihnachtsfeiern in unserem Haus - von besinnlich bis bunt - mit Gästen, die wir zum Teil dabei erst kennen lernten: Einmal war es Dirk's äthiopisches Wasserteam der einheimischen Kirche, die an den Feiertagen geschlossen nach der Arbeit zu uns kamen. Dann wieder eine große Missionarsfamilie vom Land, oder junge Menschen, die ein Auslandsjahr machten. Immer wieder hatten wir auch äthiopische Familien aus teils schwierigen Lebensumständen zu Gast.

Der Monatsspruch von Dezember lädt uns ein, Advent und Weihnachten auch in diesem Hinblick noch einmal ganz neu zu denken:

„Brich dem Hungrigen Dein Brot, und die im Elend ohne Obdach sind, führe ins Haus! Wenn du einen nackt siehst, so kleide ihn, und entzieht dich nicht deinem Fleisch und Blut!” (Jesaja 58,7)

Wie wollen und können wir Advent und Weihnachten feiern in einer Zeit, die so anders ist und wo Weihnachtsmärkte oder Vereins- und Betriebsfeiern nicht wie gewohnt stattfinden?

Was macht Advent - die Ankunft des Herrn - und Weihnachten für uns eigentlich aus? Was bedeutet es für Dich persönlich, dass Jesus Christus, unser Heiland und Retter, geboren ist?

Und wie können wir oder wie kannst du persönlich dieses „Licht in der Finsternis” weiter tragen zu unseren Mitmenschen - gerade in dieser Zeit, wo vieles anders ist, wo sich manche unsicher oder einsam fühlen, oder die Leere spüren, die nicht mehr durch gewohnte Feiern gefüllt wird?

Wir wünschen Euch eine besinnliche Advents- und Weihnachtszeit, die euch im Inneren neu berührt und Gottes Gegenwart schenkt.


Herzliche Grüße und viel Segen,

Diana und Dirk Wolff mit Familie

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Losungen
Sonntag, 29. November 2020 aktualisieren

Der HERR mehre euch, euch und eure Kinder!
Psalm 115,14

Seine Barmherzigkeit gilt von Geschlecht zu Geschlecht denen, die ihn fürchten.
Lukas 1,50
Mit freundlicher Genehmigung:
Herrnhuter Losungen

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